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Herausforderung Flüchtlingskrise

Die Deutsche Evangelische Allianz hat die Innenminister in Bund und Ländern aufgefordert, Christen und Jesiden vor Übergriffen, Verfolgung und Vergewaltigungen durch radikale Muslime in Flüchtlingsunterkünften besser zu schützen. Der Beauftragte des evangelikalen Dachverbandes am Sitz des Deutschen Bundestages und der Bundesregierung, Wolfgang Baake, wandte sich in gleichlautenden Schreiben an Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) sowie seine Kollegen in den Ländern.

BaakeEr schreibt: „Die Christen, die aufgrund ihres Glaubens ihre Heimatländer verlassen mussten und nun in Deutschland sind, erleben hier wieder Verfolgung auf schrecklichste Weise“. Baake fordert die Innenminister auf, die Sicherheitsbehörden anzuweisen, „sich dem Schicksal der Christen in den Flüchtlingsheimen viel stärker als bisher anzunehmen.“ Die Angriffe auf Christen und Jesiden seien auch ein Schlag ins Gesicht der vielen Helfer aus den Kirchen, wenn sie erfahren, dass ihre Glaubensgeschwister nun in den Flüchtlingsunterkünften wieder „benachteiligt, vergewaltigt und verfolgt“ werden. Baake appellierte an die Innenminister, alles zu tun, damit die Täter dingfest gemacht, rasch verurteilt und möglichst unverzüglich abgeschoben werden können.

Unterdessen sorgt weiter eine Broschüre der Kirche im Rheinland für Diskussionen. Unter dem Titel „Weggemeinschaft und Zeugnis im Dialog mit Muslimen“ spricht sich die zweitgrößte Landeskirche gegen die Missionierung von Muslimen aus. Nun hat sich auch der Direktor des Instituts zur Erforschung von Evangelisation und Gemeindeentwicklung, der Theologieprofessor Michael Herbst (Greifswald), dazu geäußert. Er sagte, für den Frieden in Deutschland sei es unverzichtbar, ein dialogisches und respektvolles Verhältnis zu Muslimen zu pflegen. Doch Respekt vor anderen schließe Mission nicht aus. „Unvorstellbar aber ist interne Indifferenz gegenüber dem Evangelium: als sei es uns gleichgültig, ob jemand an Jesus Christus glaube oder aber sein Heil an anderer Stelle suche, etwa im Islam.“ Hier liege in der Arbeitshilfe ein Kurzschluss vor: „Wer nicht mehr will, dass Muslime den Trost des Evangeliums erfahren, liebt sie nicht wirklich im Sinn des Evangeliums und wird eigentlich nicht wollen, dass irgendjemand ,draußen‘ diesen Trost erfährt.“ Zudem fragten in Deutschland viele Muslime aus dem Iran und anderen Ländern nach dem Evangelium: „In meiner ehrenamtlichen Arbeit in Greifswald haben wir binnen Jahresfrist gerade sechs Muslime getauft – wäre das demnach falsch gewesen? Unsere iranischen Geschwister würden das jedenfalls anders sehen als die rheinische Arbeitshilfe.“

Auf dem Impulstag der Sächsischen Bekenntnisinitiative (SBI) am 10. Oktober in Chemnitz sagte der Islamwissenschaftler vom Institut für Islamfragen der Evangelischen Allianz, Carsten Polanz (Bonn/D), im Miteinander mit anderen Religionen, insbesondere dem Islam, wird eine der zentralen Herausforderungen für Christen in den kommenden Jahren darin bestehen, zwischen Toleranz und Gleichgültigkeit zu unterscheiden. Viele Bürger, die sich für tolerant hielten, seien in Wahrheit nur gleichgültig. Christen sollten sich nicht „im Namen der Toleranz“ einreden lassen, den Absolutheitsanspruch ihrs Glaubens zu relativieren. Der christliche Glaube sei keine Verhandlungsmasse, die man in den interreligiösen Dialog einbringen könne. Zum Dialog gehöre ein klarer Standpunkt. Jesus habe gesagt, er sei das Licht der Welt sowie der Weg, die Wahrheit und das Leben. „Christen müssen im Umgang mit anderen Menschen deutlich bekennen, dass sie einen absoluten Wahrheitsanspruch haben“, so Polanz. „Allerdings erheben wir daraus keinen Machtanspruch.“ Das unterscheide das Christentum grundlegend vom Islam. Laut Polanz sind die Unterschiede zwischen den Botschaften Jesu und Mohammeds gewichtiger als deren Gemeinsamkeiten. Es genüge daher nicht, im interreligiösen Dialog auf die Parallelen der drei abrahamitischen Religionen – Judentum, Christentum und Islam – zu verweisen. Auch widersprach der Wissenschaftler der verbreiteten Behauptung, der islamistische Terrorismus habe nichts mit dem Islam zu tun: „Islamismus ist ohne den Islam undenkbar.“ Ohne das Vorbild Mohammeds und die Lehren des Islams wäre der radikale Islamismus nicht möglich. Es gehe nicht darum, Muslime pauschal zu verurteilen, betonte Polanz. „Aber wir helfen integrationsbreiten Muslimen nicht weiter, wenn wir die Verknüpfung von Islam und Islamismus leugnen oder verdrängen.“

Die Österreichische Evangelische Allianz ruft in der Zeit vom 26. Oktober bis 29. November 2015 zu „35 Tage Gebet für die aktuelle Flüchtlingssituation“ auf. Zur Begründung heißt es: "In erster Linie ist es richtig und wichtig, dass wir uns an Gott wenden und ihm unsere Sorgen und Anliegen sagen. Er hat versprochen, dass er für uns sorgen wird. (1. Petr. 5,7) der Flüchtlingszustrom bringe viele Fragen, Ängste und Unsicherheit mit sich. Politiker und auch Christen seien uneinig und oft ratlos, wie man mit der Situation umgehen soll. Europa stünde durch die vielen Flüchtlinge vor großen Veränderungen. In einem Gebetskalender wird unter anderem dazu aufgerufen, Gott um „Weisheit und klare Führung“ für die politisch Verantwortlichen in den Entscheidungen rund um das Asylwesen zu bitten. Man bete auch dafür, „dass sie sich in ihrer Ratlosigkeit und Verantwortung auf Jesus Christus besinnen“. Ein weiteres Gebetsanliegen ist die gerechte Verteilung der Flüchtlinge in Europa.

Johannes Berthold, Vorsitzender des SGV

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