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Beschluss der Kirchenleitung

zur Segnung homosexueller Partnerschaften

Gottesdienstliche Segnungen Homosexueller in eingetragenen Lebenspartnerschaften sind jetzt auch in der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens möglich. Das hat die Kirchenleitung am 17. Oktober in Dresden beschlossen. Ist eine Pfarrerin oder ein Pfarrer dazu bereit, müssen sie jedoch im Vorfeld „die Beratung im Kirchenvorstand suchen“, heißt es in einer Mitteilung der Landeskirche. Sie müssen sicherstellen, dass sie die Gemeinde mit ihrer Handlung nicht spalten. Auseinandersetzungen sollten vermieden und stattdessen im geschwisterlichen Miteinander gelöst werden.

Die gottesdienstliche Segenshandlung, die sich laut Mitteilung nicht als Trauung versteht, bringe damit den Willen des „Paares“ zum Ausdruck, „eine Partnerschaft in Verlässlichkeit, in verbindlicher Treue und Verantwortung füreinander zu begründen“. Grundlage für die Handlung sei ab Anfang kommenden Jahres die liturgische Handreichung zur „Segnung von Paaren in eingetragener Lebenspartnerschaft“. In der Einleitung dazu heißt es, dass gegenwärtig ein gesamtkirchlicher Konsens hinsichtlich der Segnung eingetragener Partnerschaften als öffentliche Kasualhandlung nicht möglich sei. „Den unterschiedlichen Auffassungen wird aber gemäß dem Ergebnis des Gesprächsprozesses zum Schriftverständnis durch die Freigabe des Gewissens Raum gegeben und Schutz gewährt“, so die Mitteilung.
Der Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens, Dr. Carsten Rentzing (Dresden), wird auch künftig „niemandem dazu raten, gleichgeschlechtliche Partnerschaften öffentlich zu segnen“, sagte er auf Anfrage der Evangelischen Nachrichtenagentur idea. Nach Rentzings Worten gibt es innerhalb der Kirchenleitung seit langem eine Mehrheit für eine weitgehende Segnungsregelung: „Am Ende ist man meinem Vorschlag gefolgt, kein allgemeines Recht auf eine Segnung in der Landeskirche zu installieren, sondern eine an die Gewissen der Pfarrerinnen und Pfarrer gebundene Einzelfallregelung.“ Die Regelung beschreibe damit den Status quo: „Dieser ist zwar unbefriedigend, schafft aber einen Modus vivendi, der dem Heiligen Geist die Chance gibt, uns ein gemeinsames Wort zu schenken.“ An seiner persönlichen Auffassung zur Segnung homosexueller Partnerschaften habe sich nichts geändert, betonte Rentzing. Er lehne sie nach wie vor ab. Gemeindemitgliedern, die wegen des Kirchenleitungsbeschlusses nun mit dem Gedanken spielten, aus der Kirche auszutreten, möchte er sagen, „dass die Ablehnung der Segnungen ihren ausdrücklichen Platz in der Landeskirche hat“.
Die klare persönliche Haltung des Landesbischofs ist zu begrüßen. Dennoch bleibt zu befürchten, dass der Kirchenleitungsbeschluss das Miteinander unterschiedlicher Auffassungen in dieser Frage erneut erschweren wird. Er wird auch das Gewissen vieler in unseren Landeskirchlichen Gemeinschaften belasten. Und bedingt durch das gesellschaftliche Diskussionsklima zu diesem Thema wird trotz gewährter Gewissensfreiheit im konkreten Fall der Druck auf all jene wachsen, die in ihrem Gewissen einer anderen Position verpflichtet sind. Auch betroffene Kirchenvorsteher werden wieder erheblichen Zwängen ausgesetzt sein.
Die Sächsische Bekenntnis-Initiative hat inzwischen eine Theologische Handreichung für Kirchenvorstände veröffentlicht.  Darin heißt es, die Kirchenleitung stehe mit ihrem Beschluss „im Widerspruch zum einhelligen Zeugnis der Heiligen Schrift, zum gesamtkirchlichen Lehrkonsens und der Auslegungstradition der ‚einen, heiligen, allgemeinen und apostolischen Kirche’“. Ein Auftrag und eine Vollmacht zur Segnung gleichgeschlechtlicher Lebenspartnerschaften bestehe biblisch betrachtet nicht. Eine solche Handlung durch die Aussage Luthers zu legitimieren, dass Hochzeit und Ehestand „ein weltlich Geschäft“ ist, sei theologisch unzulässig. Damit spricht sich die Sächsische Bekenntnisinitiative weiterhin für die Rechtslage von 2001: „Die Segnung homosexueller Partnerschaften kommt in unserer Landeskirche mit Blick auf das biblische Zeugnis nicht in Betracht. Wohl aber ist die Segnung homosexuell geprägter Menschen im Rahmen der persönlichen Seelsorge möglich.“

Prof. Johannes Berthold, Vorsitzender des Sächsischen Gemeinschaftsverbandes

 

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