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Wort des Vorstandes

ZUR SEGNUNG HOMOSEXUELLER PARTNERSCHAFTEN

Der Vorstand des Sächsischen Gemeinschaftsverbandes hat sich in einem offenen Brief gegen den Kirchenleitungsbeschluss vom 17. Oktober 2016 ausgesprochen, der die gottesdienstliche Segnung von Paaren in eingetragener Lebenspartnerschaft nun auch in der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens ermöglicht. Ein gesamtkirchlicher Konsens sei zwar in dieser Frage gegenwärtig nicht möglich, den unterschiedlichen Auffassungen werde „aber gemäß dem Ergebnis des Gesprächsprozesses zum Schriftverständnis durch die Freigabe des Gewissens Raum gegeben und Schutz gewährt,“ hieß es in der Begründung.  Noch im Jahre 2001 hatte die damalige Kirchenleitung den Beschluss gefasst: „Die Segnung homosexueller Partnerschaften kommt in unserer Landeskirche mit Blick auf das biblische Zeugnis nicht in Betracht.“ Nach den Worten von Landesbischof Dr. Carsten Rentzing gebe es aber innerhalb der Kirchenleitung seit langem eine Mehrheit für eine weitgehende Segnungsregelung. Er selbst werde auch künftig „niemandem dazu raten, gleichgeschlechtliche Partnerschaften öffentlich zu segnen.“

Der Brief des Vorstandes wendet sich gegen eine Freigabe des Gewissens an dieser Stelle: „Nach biblischem Verständnis ist das Gewissen keine normsetzende Instanz, sondern an Gottes Wort gebunden. Was zu tun oder zu lassen ist, sagt nicht das Gewissen, sondern Gottes Gebot; und da gibt es keine biblischen Aussagen, die praktizierte Homosexualität in eine positive Beziehung zum Willen Gottes setzen – im Gegenteil… Wenn nun unter Berufung auf Freigabe und Schutz des Gewissens Pfarrer zukünftig ihre individuelle theologische Erkenntnis öffentlich legitimieren und damit homosexuelle Partnerschaften als dem Willen Gottes gemäß deklarieren können, wird das Gewissen vieler in unserer Landeskirche und in unseren Gemeinschaften verletzt. Zudem fällt dem jeweiligen Kirchenvorstand nur noch eine beratende Rolle zu, obwohl ihm seit der Reformationszeit eine korrigierende Rolle in den Fragen von Predigt und Lehre zugesprochen wird.“ Der Vorstand grenze sich „klar ab von jeder Form der Diskriminierung homosexuell empfindender Menschen, doch kann Paaren in eingetragener Partnerschaft kein „Segen“ zugesprochen werden, der gar kein Segen ist, weil niemand segnen kann, was Gott nicht segnet.“

Im Blick auf Brüder und Schwestern, die aus Gewissensgründen ihre Kirchenmitgliedschaft aufgeben, wiederholt der Vorstand den Beschluss der Gnadauer Mitgliederversammlung vom 12. Februar 2003: „Wir ermutigen betroffene Verbände, den aus der Landeskirche Ausgetretenen geistliche Heimat zu bieten. Wir haben Verständnis dafür, dass sie diesen Personen gemeindliche Versorgung gewähren...“

Der  Text des Briefes im vollen Wortlaut kann hier heruntergeladen werden:  "Wort des Vorstandes des Sächsischen Gemeinschaftsverbandes zum Kirchenleitungsbeschluss "Segnung von Paaren in eingetragener Lebenspartnerschaft" vom 17. Oktober 2016"

Prof. Johannes Berthold, Vorsitzender des Sächsischen Gemeinschaftsverbandes

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