Herzliche Einladung

Nov
22

22.11.2017

Jan
14

14.01.2018 - 21.01.2018

Feb
10

10.02.2018

Mai
28

28.05.2018 - 01.06.2018

Jahreslosung 2017

Gott spricht: Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch.
Ez 36,26
Neue Dinge üben auf uns eine ganz eigene Faszination aus – ein neues Kleid, ein neues Auto, eine neue Stadt, die wir erkunden. Auch ein neues Jahr, das wie eine unberührte Landschaft vor uns liegt und uns an die Worte von Hermann Hesse erinnert: „Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne...“
Hinter aller Faszination des Neuen liegt wohl die tiefe Sehnsucht des Menschen, selbst irgendwie neu zu werden. Es ist der uralte Traum vom „neuen Menschen“. Die Zeitschrift „Bummi“ hat diesem Traum in ihrer Septemberausgabe 1970 einen zu (Kinder)Herzen gehenden Ausdruck verliehen. Unter der Überschrift „Wenn die Tränen ins Meer marschieren“ wird von einer Welt ohne Tränen berichtet, weil „alle Menschentränen der Welt ins große Meer rollen werden. Das Meer ist salzig. Probiert’s!“ Die Tränen gehören ins Meer, und sie sollen auch dort bleiben. Denn in der neuen Welt wird es keine Krankheiten oder Schmerzen und auch keinen Hass mehr geben. Auch „Krieg – den gibt es dann nicht mehr, weil nur noch gute Menschen leben.“ Lenin habe gesagt, „diese Zeit, in der die Tränen nicht mehr gebraucht werden, hat einen Namen. Sie heißt nicht Weihnachtszeit und nicht Frühlingszeit. Merkt euch das schwere Wort! Sie heißt Kommunismus!“ Der kleine Artikel schließt mit den Worten: „Wenn ihr erwachsen seid, ist diese Zeit für die ganze Welt nahe! Vergesst nicht, das hat Lenin gesagt! Und der wusste es genau!“
Nun wollte der Kommunismus nicht nur Bummigeschichten, sondern wirkliche Geschichte schreiben. Am Ende aber erwies sich der Traum als Albtraum. Wer wach war, konnte die inneren Risse und Sprünge schon früh erkennen. So der DDR-Schriftsteller Franz Fühmann, der wieder anfing, sich mit der Bibel zu beschäftigen und neu staunte, wie „offen, ungeschminkt und radikal ehrlich“ hier berichtet wird. Ihre Geschichten zerstören unsere Naivität: „Ich begann die Geschichten der Bibel zu lesen: ein Riss, und der Abgrund Mensch klaffte auf.“ Und: „Diese Geschichten wurden dem Menschen gerecht, da sie ihn als Widerspruchswesen zeigten“ – und zwar im Kleinen wie im Großen. Fühmann spürt: Der Kommunismus beschreibt den Menschen, wie er sich ihn wünscht – die Bibel, wie er wirklich ist!
Eine ähnliche Erkenntnis verdanken wir dem Propheten Hesekiel, dessen Buch die diesjährige Jahreslosung entnommen ist. Immer wieder klagt auch er darüber, dass Israel ein „Haus des Widerspruchs“ sei (z.B. Hes 3,9). Und immer stärker wird das Wissen, dass sich der Mensch selbst nicht erneuern kann – weder durch religiöse noch revolutionäre Experimente, weder durch Bildung noch durch Moral. Doch am Ende wird ihm eine überraschende, befreiende Erkenntnis zuteil: Da sich der Mensch nicht selbst erneuern kann, wird Gott ihn erneuern. Damit gewährt uns Gott einen Blick in sein eigenes Herz, das nicht aufhört für den Menschen zu schlagen.
Für uns als Christen werden die Worte des Propheten zu einer Verheißung, die sich mit Jesus Christus erfüllt: „Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch.“ (Hes 36,26)
Mit allen guten Wünschen für ein frohes und gesegnetes Neues Jahr 2017
grüßt Sie Ihr Johannes Berthold, Vors. des SGV

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