Herzliche Einladung

Sep
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09.09.2017

Nov
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22.11.2017

Auch Mehrheiten können irren

Der Deutsche Bundestag hat am 30. Juni mit großer Mehrheit die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Partnerschaften beschlossen. Dies geschah durch eine Ergänzung von § 1353 des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB), der jetzt lautet: "Die Ehe wird von zwei Personen verschiedenen oder gleichen Geschlechts auf Lebenszeit geschlossen." Es ist offenkundig, dass dieser Beschluss gegen das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland verstößt. Dort heißt es in Artikel 6: "(1) Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutze der staatlichen Ordnung. (2) Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht. Über ihre Betätigung wacht die staatliche Gemeinschaft."

Nach dieser Aussage definiert sich "Ehe" auch durch die grundsätzliche Möglichkeit zur Zeugung von Kindern - eine Sicht, die durch mehrere Urteile des Bundesverfassungsgerichts bestätigt wurde. Doch greift selbst der Bezug auf das Grundgesetz zu kurz, dessen Väter die Ehe nicht eigenmächtig definiert haben. Hinter ihr steht jene elementare Aussage der Bibel aus Genesis 1, die niemand außer Kraft setzt, ohne eine wesentliche Orientierung unseres Menschseins zu verlieren: "Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Frau. Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch."

Natürlich hat ein Staat die Pflicht, für die Würde und Rechte seiner Bürger zu sorgen und jedweder Diskriminierung zu wehren. Der Hinweis auf den grundlegenden Unterschied zwischen einer Ehe von Mann und Frau und einer gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaft ist jedoch keine boshafte Diskriminierung, sondern eine notwendige Differenzierung im Sinne der schlichten Wahrheit, der jeder Mensch sein Dasein verdankt - nämlich dass bis zum Ende der Zeit ein Mann und eine Frau zusammenkommen müssen, damit ein Kind das Licht der Welt erblicken kann.

Der Staat kann die Ehe nicht umdefinieren, weil er sie nicht geschaffen hat. Man sollte sie auch nicht zum Spielball zeitgeistlicher Interpretationen machen. Martin Luthers berühmter Satz „Auch Konzile können irren“ kann deshalb ab heute auch auf den Beschluss des Bundestages bezogen werden, der gezeigt hat: Auch Mehrheiten können irren.
Johannes Berthold, Vors. des Sächsischen Gemeinschaftsverbandes

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