Herzliche Einladung

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Advent ist nicht (nur) zum Träumen da

Adventzeit – das ist die Zeit der Lieder, der Kerzen und der liebevoll geschmückten Stuben. Doch auch Johannes der Täufer hat seit jeher in ihr einen festen Platz - der Mann mit dem alternativen Lebensstil und dem delikaten Speiseplan.

AdventskranzDie Evangelien berichten uns von der großen Faszination, die er auf die Menschen seiner Zeit ausgeübt hat. Aus allen Städten und Dörfern und aus allen Schichten strömten sie zu ihm, obwohl (oder weil?) seine Worte bei ihnen ein „Seelenbeben“ auslösten. Viele waren „erschüttert“ über ihre Gottvergessenheit und Gleichgültigkeit, ihre Selbstsucht und Hartherzigkeit. Zugleich aber weckte Johannes in ihnen eine Sehnsucht – nach Gott und nach wirklichen Leben. Denn „Gott kennen ist Leben“ (Leo Tolstoi).  

Diese Erkenntnis soll den Menschen nun ausgerechnet in der Wüste blühen. Doch die Wüste kann sich wandeln, wie Antoine de St. Exupery sagt:

„Warum zwingst du mich, Herr, diese Wüste zu durchqueren? Ich quäle mich inmitten der Dornen. Nur eines Zeichens aber bedarf es von dir, dass die Wüste sich wandelt, dass der blonde Sand und der Horizont und der große stille Wind nichts Fremdes mehr sind und nichts Zufälliges, sondern ein weites Reich, durch das hindurch ich dich erkenne.“

Auch für die Menschen der Bibel ist die Wüste mit ihren Grenzerfahrungen ein Ort der Gotteserfahrung. Denn gerade an den Grenzen des Lebens blühen uns Erkenntnisse, für die wir im normalen Alltag keinen Blick haben. Hier in der Abgeschiedenheit entdecken wir, was wirklich wichtig ist im Leben.

Deshalb predigte Johannes der Täufer in der Wüste und alles Volk kam zu ihm, um „Buße zu tun“; was nichts anderes heißt als das Leben neu zu bedenken und - von alten Lasten befreit – dankbar und fröhlich weiterzugehen. Was er dabei den Menschen mit auf den Weg gibt, gehört auch heute unverzichtbar zu einem gelingenden Zusammenleben. Zu den Wohlhabenden sagt er: „Wer zwei Röcke hat, gebe dem, der keinen hat und wer Speise hat, tue ebenso,“ mahnt er.  Und zu den Zöllnern: „Fordert nicht mehr, als euch festgesetzt ist.“ Und zu den Soldaten: „Übt an niemanden Gewalttaten noch Erpressung und seid zufrieden mit eurem Sold.“

Immer nimmt er den Einzelnen in Pflicht und redet ihm ins Gewissen. Er appelliert an eine Kultur der Barmherzigkeit und mahnt, sein Glück nicht dort zu suchen, wo man das eines anderen zertritt.  

Die Adventzeit ist nicht nur zum Träumen da. Sie ist kein Opium, das uns aus der Realität fliehen lässt. Wenn schon ist sie Koffein, das uns wach macht für andere. Genau dafür sorgt Johannes der Täufer.

Mit allen guten Wünschen für  eine frohe und gesegnete Advents‑ und Weihnachtszeit
Ihr Johannes Berthold

 

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